Bundesrat skizziert nächste IV-Reform
Der Bundesrat hat die Leitlinien zur nächsten Revision der Invalidenversicherung (IV) veröffentlicht. Vorgesehen sind eine neue Integrationsleistung für Junge sowie eine Zusatzfinanzierung über Lohnbeiträge. Zusammen sollen sie die IV-Finanzen stabilisieren.
Die Zahl der IV-Renten ist zuletzt gestiegen, besonders bei jungen Erwachsenen und bei Personen kurz vor dem Rentenalter. Hauptgrund ist der starke Anstieg psychischer Erkrankungen – 2024 war rund jede zweite rentenbeziehende Person betroffen. Angesichts struktureller Defizite plant der Bundesrat Massnahmen auf Ausgaben- und Einnahmenseite.
Kern der Reform ist eine Integrationsleistung für junge Erwachsene 18 - 25 Jahre) mit finanzieller Unterstützung und individueller Begleitung. Ziel ist es, Renteneintritte zu verhindern, die berufliche Integration zu stärken und die Autonomie zu fördern.
Zur finanziellen Stabilisierung schlägt der Bundesrat bei Bedarf eine Erhöhung der Lohnbeiträge um 0,1 bis 0,2 Prozentpunkte sowie Anpassungen bei Zinsen und Bundesbeitrag vor.
Vernehmlassung startet Ende 2026.